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#13 – Fazit und Ausblick

Aktualisiert: 10. Juni

Ich habe diese Blogserie ehrlicherweise ohne Ziel und Ergebnisidee begonnen und wurde vom Gesamtthema auf dem Weg immer mal wieder überwältigt. Denn es gibt so viele Ähnlichkeiten und mindestens gleich viele Unterschiede. Wenn ich mir alles im Gesamtkonzept anschaue, sind toxische Verhaltensweisen ja wirklich an der Tagesordnung. Sie können dir nicht nur überall begegnen, sondern sie fordern dich auch gleichsam überall entsprechend heraus. Achtsamkeit scheint hierfür wirklich das Gebot der Stunde zu sein.

 


Zunächst hatte ich vermutet, dass sich ein solches Verhalten vermutlich eher in höheren Positionen, in den Macht und Einfluss, Erfolg und Geld die wesentlichen Treiber sind, zu finden ist. Doch toxische Verhaltensweisen kennen keine Zielgruppen, Geschlecht, Status, Grenzen oder Vorlieben. Was mir jedoch wieder aufgefallen ist, ist der Umstand, dass sich toxisches Verhalten durchaus auch in weibliche und männliche Ausprägungen unterscheiden lässt, jedoch auch hier weniger geschlechterspezifisch, sondern vielmehr auf die jeweiligen Qualitäten bezogen. Also lies bitte die Posts # 11 und 12 vor diesem Hintergrund mit einem erweiterten Bewusstsein und sei nicht so sehr auf Mann und Frau fokussiert.


Im Wesentlichen ist eher, dass die zugrundeliegenden Verletzungen allesamt im Kindesalter entstanden sein müssen. Spätere Ausprägungen sind nur eine Modifikation bzw. Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten und können sich entsprechend verstärken oder auch verringern. Es geht also auch hier um die Trigger, die entsprechende Reaktionen im Zustand eines dysregulierten Nervensystems auslösen. Diese Reaktionen haben sich im Rahmen von toxischen Verhaltensweisen ungesund und überzogen entwickelt. Die ablaufenden Mechanismen sind aber dieselben. Die Hintergründe sind zumeist recht ähnlich, die Motive hingegen unterscheiden sich am Ende je nach Situation, Geschlecht und Kultur sehr.

 

Toxische Verhaltensweisen dürfen in keiner Weise unterschätzt, unterdrückt oder kleingeredet werden. Sie sind im Gegenteil sehr ernst zu nehmen, weil die Folgen und Konsequenzen hieraus so weitreichend und tiefgehend sein können. Es ist wichtig anzuerkennen, dass der Umgang mit toxischem Verhalten ein komplexer und fortlaufender Prozess ist, der die Zusammenarbeit verschiedener Akteure erfordert, darunter Individuen, Gemeinschaften, Organisationen und Regierungen.

 

Insgesamt bleibt und ist es wichtig, in welcher Konstellation man zu der Person mit toxischen Verhaltensweisen steht, um sich ein wenig mehr in Sicherheit wiegen zu können, welche Reaktionen möglich und angemessen sind. Ziel sollte es sein, die Einführung gesunder und unterstützender Veränderungen und Gegenmaßnahmen geht. Gesellschaftlich benötigen wir ein Mehr an Transparenz, Offenheit und Konfliktbereitschaft, um gerade den Umgang miteinander zukünftig vertrauensvoller, sicherer und geschützter führen zu können. Im Wissen, dass in merkwürdig wirkenden und empfundenen Situationen, bei zwischenmenschlichen Entgleisungen, perfidem und abwertendem Verhalten jederzeit jemand zur Seite steht, man gehört und gesehen wird, wäre sicherlich eine gute Basis, um dieser Form von Verhalten präventiv Einhalt zu gebieten. Zum einen wäre klar, toxisches Verhalten bleibt nicht unentdeckt geschweige denn ungeahndet, zum anderen wäre sicher, dass dieses nicht mehr geduldet ist.


Es führt im Endeffekt wieder dazu, dass es um die Einführung und Stabilisierung eines sicheren Umfelds im Unternehmen, in der jeweiligen Abteilung bzw. dem jeweiligen Team geht. Dies liegt sowohl in der Verantwortung der Unternehmensführung, der Teamführung und dem Team schlussendlich selbst und handelt sich eher um eine bestimmte innere Haltung.

 

Das sichere Umfeld bietet und begründet eine Atmosphäre, in der alles und jeder sein darf, authentisch, vorbehalt- und bedingungslos. Nur in einem solchen Umfeld ist es möglich, dass sich jeder mit seinen Ideen, Wünschen, Bedürfnissen, Erfahrungen und individueller Persönlichkeit offen einbringt. Ohne Angst vor Zurückweisung, Ablehnung, Degradierung, Ausgrenzung, Scham und Schuld. Die notwendigen und zuvor abgestimmten und vereinbarten Regeln und Bedingungen für ein solches Umfeld sind zu behandeln wie ein Gesetz und dürfen in keinem Fall missachtet werden. Sollte gegen eine Vereinbarung verstoßen werden, gilt es, den Verstoß entsprechend gemeinsam und transparent im Sinne eines guten Konfliktmanagements aufzuklären, zu analysieren und das Geschenk im Verstoß zu erkennen, um daraus die Regeln zu verbessern und anzupassen. Wir lernen alle, permanent und überall. Jeder von uns, einzeln und gemeinsam, in jeder Situation.


In einem Umfeld, in dem alle ähnliche Entwicklungen und Fortschritte machen, fühlt man sich sicher, ist bereit sich noch mehr zu öffnen und erkennt den Teamgeist und dass die gemeinsame Energie alle zu Höhenflügen befähigt. Das schweißt nicht nur zusammen, sondern ermächtigt zu noch mehr Selbstbewusstsein, Mut, Kreativität und Wohlgefühl. Es ist wie eine Aufwärtsspirale.


Toxische Verhaltensweisen fallen in diesem Umfeld sofort auf, können direkt angegangen und behandelt werden, um wieder zurück in ein gesünderes Arbeitsumfeld zu kommen.  

  

Die Gefahr, dass Verleumdungen stattfinden, ist sicherlich wie bei anderem destruktivem Verhalten vorhanden, jedoch im Vergleich zur entstehenden Transparenz, eher zu vernachlässigen.

 

Vertraue also dir selbst und anderen, wenn dir etwas komisch vorkommt, sei achtsam, analysiere genau und schau, welche Handlungsoptionen dir zur Verfügung stehen, sobald toxische Verhaltensweisen in deinem Umfeld in Erscheinung treten.




Coach•sulting bietet hier eine ideale Unterstützung, um entweder die ersten Schritte in Sachen Konfliktbewältigung und Analyse der eigenen Reaktionsstrukturen zu machen oder direkt neue Kompetenzen zu implementieren, die alle Beteiligten befähigen und ermächtigen mit entsprechenden Situationen in Beziehungen gut und sicher umgehen zu lernen. Eine andere Möglichkeit ist als Mediator bzw. Beobachter ein neutrales Bild der herrschenden Beziehungsmuster der Abteilung bzw. im Unternehmen zu skizzieren und darüber Einsichten und Handlungsempfehlungen an die Entscheidungsträger zu geben.

Ganz im Vertrauen, dass sich das Bestmögliche entwickeln und implementieren darf.

 

 

Coach•sulting kann dich bei der Bewältigung anstehender Herausforderungen in jeder Phase zielgerichtet unterstützen - intern im Team oder auch als Führungskraft im Unternehmen. Lass uns gemeinsam erarbeiten, wie ich dich und dein Anliegen optimal begleiten und individuell unterstützen kann.


Kontaktiere mich gerne, um deine Anliegen zu besprechen

Nicole Dildei Coachsulting

+49 157 58 267 427




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