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Ich muss – ist schon längst zum müssen Müssen geworden!

Aktualisiert: 11. Juni

Das Phänomen des „müssen Müssens“ hat in den letzten Jahrzehnten immer größere Kreise gezogen und hat sich durch unsere Gesellschaft ein Adernetz gebahnt, uns infiltriert und uns immer weiter von unseren eigenen Bedürfnissen weggebracht.

Das Motto – höher, schneller, weiter – war schon von jüngsten Kindheitsbeinen bei den meisten von uns, und damit meine ich eigentlich die letzten Generationen vor und inkl. der Generation X, eine tiefe Prägung und gab uns die Idee, was im Leben geschehen müsste.



Gefangen im Rausch der Medien

Schau heute auf Social Media – wer hat die meisten likes und followers? Auch das ist eine Art neuer Zwang geworden – wie bekannt und populär bin ich? Ein Schaulaufen der Eitelkeiten, einfach in einem anderen Format. Der mit der besten Kamera, der präzisesten Software und den richtigen Mentoren, stehen Tür und Tor weit offen. Worum geht es dabei? Dem eigenen Ego zu schmeicheln, weil alle im Home Office sitzen? Ach, was ja gerade wieder versucht wird, rückgängig zu machen mit massiven Maßnahmen – vielleicht ja auch aus diesem Grund. Wer weiß das schon so genau? Wenn du davon ausgehst, dass andere auch nicht sie selbst sind, leben wir wirklich in einer Art „Truman Show“ – erschreckend, traurig, aber leider sehr real.

 

Für unseren Status gaben wir alles, wurden trainiert, gedrillt, haben alle Normen, Regeln und Pflichten geschluckt, ohne zu merken, was wir uns selbst damit antun. Nämlich genau das – Ein Leben gegen uns selbst. Unsere eigenen Bedürfnisse waren uns unbekannt, in vielen Sitzungen über Jahre hinweg haben wir diese langsam wieder zurückgeholt und wenn wir ganz großes Glück hatten, konnten wir sie sogar peu-a-peu in unsere Leben Einzug halten lassen.


Viele von uns wurden krank, manche davon unheilbar und sind direkt gegangen, ohne wirklich gelebt zu haben. Andere davon heilbar, manche mit dem Mut und der Kraft, danach ihr Leben von links nach rechts zu drehen und endlich sie selbst zu sein.



Back to your own roots

Es ist ein mühsamer Prozess zurück zu sich selbst. Der Weg ist in Teilen recht schmerzhaft. Es tut weh, zuzugeben, wem und was man aus welchen Beweggründen gefolgt ist. Irgendwann sogar, ohne zu hinterfragen. Wir folgten der Logik, dem Verstand. Unser Herz blieb dabei oftmals auf der Strecke.

 

 

Wenn ich mir unser System heute so anschaue, werde ich traurig. Wir wissen so viel, haben so viele Erfahrungen zum Teil selbst gemacht und leben doch weiter in dergleichen Box, tagein, tagaus. Was genau brauchen wir, um endlich unser Eigenes zu machen? Authentisch zu sein? Unsere Masken fallen zu lassen?

 

 

Von Innen heraus sicherlich Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung, Durchsetzungsfähigkeit, jede Menge Mut, Selbstwert und Selbstverbundenheit. Wir werden immer wieder Triggern begegnen, schmerzhafte Erfahrungen machen und uns manchmal in alten Mustern wiederfinden – doch das ist das Leben. Wichtig hierbei ist, wie wir mit den Situationen umgehen! Hierin erkennen wir die Heilung…

 


Das Außen folgt dem Innen

Im Außen werden wir unsere Leben verändern, , Klarheit in unsere Beziehungen bringen, andere Partnerschaften und Freundschaften pflegen, unsere Jobs hinterfragen und ggf. wechseln, unsere Werte verändern und so einiges auf den Kopf stellen. Auch das nennt man Heilung… Aber Vorsicht bitte – Perfektionismus und Selbstoptimierung sind unerwünscht! Es geht wirklich um natürliche Bewegungen und Entwicklungen, Veränderungen, die deiner inneren Stimme, deiner Intuition folgen.

 

Das Außen folgt in der neuen Zeit dem Innen. Wir werden viel mehr auf uns achten, schauen, wer oder was uns guttut und was eben nicht. Der Zwang hat endlich ein Ende. Stück für Stück dürfen wir uns hiervon verabschieden, denn in diesem System ist kein Wachstum möglich, außer vielleicht ein ungesundes. Das haben wir uns jetzt jahrzehntelang bewiesen und dürfen endlich damit aufhören. Widmen wir uns doch mal zur Abwechslung unserem Leben!

 

Das Motto der Neuen Zeit ist – langsamer, bewusster, weniger.

 

Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Monaten und Jahren alles verändern, zeigen und neu erfinden darf und freue mich riesig, dass ich diesen Wandel miterleben darf.

Es fühlt sich ein wenig an wie eine Blume, deren Knospe sich langsam öffnet, um ihre prachtvolle Blüte der Welt zu präsentieren. Die Blume muss nicht müssen und macht dennoch ihren Prozess wie ein Uhrwerk Jahr für Jahr genau in ihrem Rhythmus.

 

Vertrauen wir uns endlich selbst und lassen los, was nicht mehr gut für uns ist!



 

Coach•sulting kann eine wichtige Hilfestellung an allen Fronten bieten und zu einer Stabilität der Führung und Selbstführung auf verschiedenen Ebenen und unterschiedlichen Bereichen sowie des Teams beitragen. Es bedarf Mut, Kreativität, Stärke und ausreichend Motivation, sich Veränderungen zu stellen – für alle Betroffenen. Eine fürsorgliche und erfahrene Begleitung führt zu einer gutgeplanten Umsetzung neuer Strategien bei gleichzeitiger Unterstützung und Stabilisierung einzelner Teammitglieder, Teams und ihren Führungskräften. So können neue Aufgaben, Anforderungen und Prozesse nahezu reibungslos und erfolgreich umgesetzt werden.

 

 

Coach•sulting kann dich bei der Bewältigung anstehender Herausforderungen in jeder Phase zielgerichtet unterstützen - intern im Team oder auch als Führungskraft im Unternehmen. Lass uns gemeinsam erarbeiten, wie ich dich und dein Projekt optimal begleiten und individuell unterstützen kann.


Kontaktiere mich gerne, um deine Anliegen zu besprechen

Nicole Dildei Coachsulting

+49 157 58 267 427




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